Geschrieben von Les Ours
«Vom Bahnhof Hardbrücke zum Prime Tower in zwei Stunden» sagt die Karte. Nun denn. Ich studiere die Route, der Mensch macht sich Notizen. Wir laufen im Uhrzeigersinn den Wegmarken entlang. Es ist ungewöhnlich warm für den Mai, ich sitze im Schatten hinter dem Prime Tower. Die Jungs zuhause bewegen sich so wenig wie nur möglich.
Der Start erfolgt beim Bahnhof Hardbrücke, wo ein Lift repariert werden muss. Da fehlt eine Scheibe. Das braune Klebeband ist eine Kunstinstallation.
Sonne hell, Schatten dunkel. Wir sind im Garten des Maag Village. Der Name ‹Maag› kommt von der ehemaligen Zahnradfabrik. Es windet leicht, darum sitze ich auf der Wanderkarte.
Hinaus an die Sonne. Wir umrunden das Maag Areal, gehen am ‹Renaissance› Hotel vorbei und kommen an die Einmündung Turbinenstrasse – Pfingstweidstrasse mit Lichtsignal.
Man findet alles in Zürich, auch einen alten Traktor beim ‹Les Halles›. ‹Bucher› steht auf der Haube, und da hat sich schon etwas Rost ausgebreitet.
Oben in der Sonne fahren die Autos, unten im Schatten verkehren die blau-weissen Bärentransporter. ‹Schiffbau› heisst die Haltestelle, weil in der grossen Halle von Escher Wyss & Cie. Schiffe gebaut wurden. Auf dem Zürichsee fahren noch einige historische Boote.
Ah, eine Bienenweide. Bäume sind gut für Bienen, und Bienen sind gut für Bären, denn sie machen Honig. Man kann auch nachschauen, wo Bäume stehen.

Ein Bearfie mit der grossen Schiffbau-Halle im Hintergrund. Dort wird heute Theater gespielt. Unten stehen die Bienenweiden.
Wir entdecken einen Club, es gibt in diesem Quartier einige davon. Dieser heisst ‹Exil›.
Pause unter einem Baum auf dem Turbinenplatz, die Wolke sahen wir aber nicht. Wir kürzen etwas ab und laufen via Giessereistrasse und die Förrlibuckstrasse zur Hardturmstrasse. Da war Samuel vor zwei Jahren und schaute Kunst.

Der kühle Bärentransporter bringt uns an den Bernoulli-Häusern vorbei zum Hardturm, wo man noch immer auf ein Fussballstadion wartet.








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